Zukunft Ennstal – ARGE Intermodale Verkehrsplanung

Kooperation von Ennstaler Gemeinden, Bürgerinitiativen, Landwirten und Gewerbetreibenden
mit O. Univ.Prof. DI Dr. Hermann Knoflacher, Technische Universität Wien

Wir planen ganzheitlich

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Moreau

Offener Brief

Sehr geehrte Frau Verkehrslandesrätin Edlinger-Ploder!

In der Kleinen Zeitung vom 22. April 2008, Seite 22, werden Sie indirekt zitiert mit der Behauptung, bei der vierspurigen Ennstal-Autobahn gehe es „um eine Entlastung der Anrainer”. Meine Frage ist, ob Sie das wirklich so gesagt haben und ob Sie das wirklich so meinen?

Ihre eigenen Beamten haben beim SPÖ-Bezirksparteitag am 2. April 2008 in Liezen zugegeben, dass ihre Planung mehr Durchzugsverkehr ermöglicht.

Sicher kennen Sie den Satz, „wer Straßen baut, wird Verkehr ernten”. Das weiß auch die Weltbank. So heißt es in einem Weltbankbericht aus dem Jahr 2003, „die Schaffung von mehr Straßenraum verführt gewöhnlich zu noch stärkerer Fahrzeugnutzung. Die Erfahrung zeigt, dass die Ausweitung des Straßenbaus nicht der geeignete Weg zu einer staufreien Zukunft ist.”

Wie kommen Sie also darauf zu behaupten, eine vierspurige Ennstal-Autobahn (bzw. eine Verdoppelung der Durchflusskapazität der Straße) würde zu einer „Entlastung der Anrainer” führen? Ich sehe verschiedene Möglichkeiten, wie Sie zu dieser Ansicht kommen:

  1. Sie wissen es nicht besser.
  2. Sie wissen es zwar besser, behaupten aber das Gegenteil, um die Bevölkerung zu täuschen.

Was stimmt? Bitte klären Sie mich auf.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Thalhamer Moreau

Moreau Dialogprojekt, 22. April 2008