Zukunft Ennstal – ARGE Intermodale Verkehrsplanung

Verein NETT • Nein Ennstal Transit Trasse
Anerkannte Umweltorganisation gem. § 19 Abs. 7 UVP-G 2000

Wir planen ganzheitlich

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Zitate

Sie können alle Blumen abschneiden, aber nie werden sie den Frühling beherrschen.

Pablo Neruda

Eine Katze begegnet einem Hund und sagt: „Miau!” Der Hund schaut ziemlich verdattert drein. Die Katze sagt noch einmal „Miau!”, aber der Hund kapiert immer noch nichts. Die Katze sagt noch mal, diesmal mit Betonung: „Miiiau!” Schließlich versucht der Hund zaghaft: „Wau-wau?” Entrüstet stürmt die Katze davon und denkt: „Blöder Hund!”

Im Ennstaler Verkehrskonflikt häufig vorgekommenes Kommunikationsmuster

Hungersnöte geschehen nicht in Ländern mit einer freien Presse. Denn Hungersnöte resultieren aus einem Problem der Verteilung von Nahrung, nicht aus einem absoluten Mangel an Nahrung. Eine freie Presse würde für so einen Aufruhr sorgen, dass die Regierung entsprechend handeln würde.

Amartya Sen, Harvard-Ökonom und Nobelpreisträger

Es gibt keine klaren und unangreifbaren Schlussfolgerungen bezüglich der Effekte von Infrastrukturinvestitionen auf die lokale wirtschaftliche Entwicklung, auf deren Basis man in allen Fällen (Kontexte/Randbedingungen) handeln könnte. Alles was man sagen kann ist, dass der Effekt der Infrastrukturinvestitionen auf die Beschäftigung beschränkt oder sogar negativ ist, im Gegensatz zu allgemeinen Vorstellungen.

119. Treffen der Europäischen Verkehrsministerkonferenz [CEMT CS (2001) 37, S. 7]

Es gibt weltweit kein ausreichendes Ölangebot (mehr) für ein vollumfängliches Wachstum unserer Wirtschaft oder der Weltwirtschaft.

Don Evans, US-Wirtschaftsminister der Regierung Bush bis 2005

Der neue Kriminelle ist ein respektabler Herr. Er trägt dunkle Anzüge, handgearbeitete Schuhe, eine superflache Armbanduhr und irgendetwas Schickes im Knopfloch. Und er lebt in zwei parallelen Welten, die sich in seinen Augen nicht überschneiden. Sein persönliches Handeln unterliegt einfach nicht den Gesetzen, die für alle gelten. Seiner Ansicht nach steht er über dem Gesetz, weil er es im Notfall kauft, verdreht oder bricht.

Eva Joly
Die gebürtige Norwegerin Eva Joly führte als Oberste Ermittlungsrichterin im französischen Finanzministerium acht Jahre lang die Untersuchungen im Skandal rund um den Öl-Konzern Elf Aquitaine (Eva Joly, „Im Auge des Zyklons”, Goldmann Verlag).

Wenn Sie nach Los Angeles gehen, dann haben sie eine unendliche Freiheit, was die Mobilität betrifft: Sie können zwischen 200 Automarken wählen, sie können sie kaufen, leihen oder leasen. Sie können ein Auto für 11.000 Dollar kaufen oder eines für 200.000 Dollar. Aber es gibt ein Ding, das nicht zur Auswahl steht: öffentlicher Personenverkehr. Das gibt es nicht. Die wichtigsten Dinge für eine freie Gesellschaft sind öffentliche Entscheidungen – und die kann der Markt nicht ersetzen.

Benjamin Barber

Wenn man nach Belegen sucht, wie die Propaganda der Nazis auch nach dem Krieg noch gewirkt hat, muss man sich mit der Verkehrspolitik beschäftigen.

Carsten Otte, Goodbye Auto (2009)

Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden.

Helmut Schmidt

Schildkröten können mehr von der Straße erzählen als Hasen.

Khalil Gibran

Das Bedürfnis nach Macht existiert, weil es ein Ersatz für die Seele ist.

Dustin Hoffman

Wenn die Dummheit nicht dem Fortschritt, dem Talent, der Hoffnung oder der Verbesserung zum Verwechseln ähnlich sähe, würde niemand dumm sein wollen.

Robert Musil

Armut ist hierarchisch, Smog ist demokratisch.

Ulrich Beck

Je mehr Öffentlichkeit hergestellt wird, desto mehr Sauerstoff wird in die Demokratie hineingepumpt. Je mehr Geheimwelten, umso mehr Mief, Ausdünnung und Verkümmerung und Unterhöhlung der Demokratie. Alles was öffentliche Diskussionen schafft, ist etwas befreiendes, etwas demokratieförderndes. Jedes Geheimwissen ist letztlich eine Reduzierung der Demokratie.

Günter Wallraff

Die Schaffung von mehr Straßenraum verführt gewöhnlich zu noch stärkerer Fahrzeugnutzung. Die Erfahrung zeigt, dass die Ausweitung des Straßenbaus nicht der geeignete Weg zu einer staufreien Zukunft ist.

Weltbank, 2003

One thing is clear: The era of easy oil is over.

Chevron Texaco

I can't understand why people are frightend by new ideas. I am frightend of old ones.

John Cage

Planen kann man nur mit den Bürgerinnen und Bürgern, denn sie müssen mit den Lösungen leben.

Dr. Hermann Knoflacher

Schon mal versucht. Schon mal versagt. Macht nichts. Wieder versuchen. Wieder versagen. Besser versagen.

Samuel Beckett

Es braucht viel Zeit, ein Genie zu sein, man muss so viel herumsitzen und nichts tun, wirklich nichts tun.

Gertrude Stein

Ohne eine verursachergerechte Anlastung externer Kosten des Gütertransports ist eine am Bedarf orientierte Infrastrukturpolitik nicht nur verkehrs- und regionalpolitisch zweifelhaft, sondern sie steht auch regionalen Wirtschaftskreisläufen entgegen. Die gesamte am Bedarf orientierte überregionale Infrastrukturpolitik ist aus ökonomischer Sicht in Frage zu stellen.

IFO, München 2003

Seit 1995 wurde in Europa das Autobahnnetz von 47.500 auf 62.000 Kilometer verlängert, das Schienennetz von 218.000 auf 195.000 Kilometer abgebaut sowie die Zahl der Pkws von 178 Millionen auf 225 Millionen gesteigert. Und 600.000 Menschen wurden im Straßenverkehr getötet.

Winfried Wolf in: „Verkehr. Umwelt. Klima”, 2007

Das Öl ist der Lebensnerv der Zivilisation, ohne das sie nicht bestehen könnte: ob es sich dabei um riesige Fabriken, um den Verkehr über Land, in der Luft und auf See handelt, ob es Flugzeuge oder Unterseeboote betrifft – ohne Öl wären sie nur rostendes Blech.

Gamal Abd el-Nasser

Die Probleme, die es in der Welt gibt, sind nicht mit der gleichen Denkweise zu lösen, die sie erzeugt hat.

Albert Einstein

Wo kämen wir hin,
wenn alle sagten
wo kämen wir hin,
und niemand ginge,
um einmal zu schauen,
wohin man käme,
wenn man ginge.

Kurt Marti

„Die große Politik funktioniert in der Regel so, wie der kleine Maxi es sich vorstellt.” Dieser Apercu von Karl Kraus wurde von Sir Karl Popper methodisch bestätigt: „Wer ein komplexes politisches Problem verstehen will”, schrieb er, „tut gut daran, es auf eine möglichst einfache Frage zurückzuführen. Diese einfache Frage lautet in der Regel: Cui bono? [Wem nützt es?] Die Komplexität des Problems erweist sich dann als nachgeordnetes Phänomen – nämlich als Produkt aller Versuche, die Antwort auf diese einfache Frage zu verschleiern.”

Robert Menasse, Der Standard, 8./9. Oktober 2005

Der Fußgeher ist das Rohmaterial für Verkehrsunfälle.

Karl Farkas

Das Verkehrsproblem mit immer neuen und leistungsfähigeren Verkehrsflächen lösen zu wollen, ist unserer Meinung nach etwa gleich intelligent, kreativ und wirkungsvoll, wie Alkoholismus mit Freibier zu bekämpfen.

Fritz Messner, Sänger der Volksmusikgruppe »Querschläger«

Zur Globalisierung gehören immer mindestens drei. Erstens die multinationalen Konzerne, die ein erklärtes Ziel haben: Wachstum ohne Rücksicht auf die Folgen und vor allem ohne Rücksicht auf die Folgen für die Länder, in denen sie ihre Zentralen haben. Zweitens die Staaten, die diesen Machtapparaten alle Wege ebnen, indem sie ihnen die Verkehrswege bauen und erhalten, mit denen diese ihre Geschäfte machen, ihnen die Medien zur Verfügung stellen, ohne Auflagen und Rücksicht auf ihre eigenen Betriebe.
Und drittens die Bürger, die ihr Geld massenweise zu den Kassen dieser Multis tragen. Wer bei McDonald’s sein Geld lässt, darf sich nicht wundern, wenn die guten heimischen Wirtshäuser zusperren. Wer sich die billigen, ekligen, amerikanischen Serien anschaut, merkt gar nicht, wie ihm seine nationale oder lokale Identität Sendung für Sendung aus dem Hirn gewaschen wird. Wer beim Einkauf nur auf den Preis, nicht aber auf die Herkunft und Qualität schaut, darf sich nicht wundern, wenn er irgendwann seinen Arbeitsplatz verliert, weil er das Netz, das auch ihn erhalten hat, durch Egoismus und Kurzsichtigkeit selbst zerstört. Wenn er aber nicht mehr mitmacht und dies viele machen, verlieren die Globalisierer bald ihre Macht.

Hermann Knoflacher

Der Fehler vieler österreichischer Politiker ist, dass sie ihre Wähler für genauso beschränkt halten, wie sie es selbst sind. Die Menschen in den Machtapparaten und in den Parteioberabteilungen reflektieren hauptsächlich ihre eigenen Zwerchfellreaktionen und kommen dann zum Ergebnis: Um Gottes willen, so denkt, so reagiert das Volk. Die eigene Gewissenserforschung führt dazu, dass sie ihren Landsleuten alles zutrauen. Das Verrückte ist, dass man dieser Angst Rechnung trägt, anstatt zu sagen: Halt, das wollen wir ändern. Das macht den gesellschaftlichen Diskurs unglaublich flach.

Michael Frank, Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in Wien, Interview, Falter 32/2011

Funkstation 1: „Bitte ändern Sie Ihren Kurs um 15 Grad nach Norden, um eine Kollision zu vermeiden.”
Funkstation 2: „Empfehle, Sie ändern Ihren Kurs um 15 Grad nach Süden.”
Funkstation 1: „Hier spricht der Kommandant eines US-Kriegsschiffes. Ich wiederhole: Ändern Sie Ihren Kurs!”
Funkstation 2: „Nein. Sie ändern den Kurs!”
Funkstation 1: „Dies ist der Flugzeugträger Enterprise. Wir sind ein sehr großes Kriegsschiff der US-Navy. Ändern Sie Ihren Kurs – und zwar jetzt.”
Funkstation 2: „Wir sind ein Leuchtturm. Over to you.”

Von der US-Kriegsmarine 1995 freigegebenes Sprechfunkprotokoll des Flugzeugträgers „USS Enterprise”

Die Tiefe der Erleuchtung eines Menschen kann man daran ermessen, wie er anderen dient.

Kobo Daishi, Gründer der Shingon-Schule, 9. Jahrhundert

„Ach nein, nicht die Autobahn, Momo, nicht die Autobahn. Autobahnen sagen: durchfahren, hier gibt's nichts zu sehen. Das ist was für Idioten, die so schnell wie möglich von einem Punkt zum anderen wollen. Wir machen hier keine Geometrie, wir reisen. Such uns hübsche, kleine Seitenstraßen, die uns alles zeigen, was es zu sehen gibt.”
„Man merkt, dass Sie nicht am Steuer sitzen, M’sieur Ibrahim.”
„Hör mal, Momo, wenn du nichts sehen willst, dann nimm, wie alle Leute, das Flugzeug.”

Eric-Emmanuel Schmitt, Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

[Es gibt etwas, worauf der Westen zu Recht stolz ist: sein Lebensstil, seine Kultur der Freiheit und des Individualismus.] Natürlich gibt es westliche Werte, die es wert sind, verteidigt zu werden. Die Frage ist, zu welchem Preis. Der Westen denkt nicht in Zusammenhängen. Er denkt in getrennten Ressorts. Der Krieg gegen den Terror ist ein Ressort. Die Wirtschaft ein anderes. Die Demokratie ein drittes. Aber man muss das alles zusammen sehen. Wir erledigen alle brav unsere Ressortarbeiten und stellen dann erstaunt fest, dass wir ohne Bienen, die Blüten befruchten, nicht überleben können.

Arundhati Roy, Die Zeit, September 2011

Auf den Finanzmärkten gibt es keine Innovationen. Es wird nur immer wieder das Schuldenmachen neu erfunden.

John Kenneth Galbraith

Es gibt ja Leute, die sagen, unsere Politiker, das sind alles Verbrecher. Das ist natürlich Unsinn.
Das wirklich organisierte Verbrechen arbeitet auf höherem Niveau. Da werden Menschen auch mal zur Verantwortung gezogen.

Matthias Beltz, Gut und Böse

Der Mensch hat das Netz des Lebens nicht gewebt, er ist nur ein Strang dieses Netzes. Was immer er dem Netz antut, tut er sich selbst an.

Indianische Überlieferung

Vermutlich hat man ganz recht mit dem Hinweis, das Macht das Privileg verschafft, nicht mehr lernen zu müssen. Die Folge ist, dass „durchmachtete” Strukturen die Betroffenen daran hindern, ihrer Vernunft nachzugeben und zu lernen, wie sie mit unserer komplexen Welt besser zurecht kommen.

Rupert Riedl, Kein Ende der Genesis

Den Aktienkurs mit Beschäftigungsabbau zu steigern, gilt als Erfolg, und andere für sich arbeiten zu lassen als Leistung. Dieser Ungeist muss in die Flasche zurück.

Christian Felber

Die Zukunft ist die Ausrede all jener, die in der Gegenwart nichts tun wollen.

Harold Pinter

Die These, dass der Bau von Straßen der regionalen Wirtschaftsentwicklung und damit der Beschäftigung zugute kommt, wird in der Regionalwissenschaft seit über einem Vierteljahrhundert angezweifelt. Es gibt keinerlei gesicherte Erkenntnisse in dieser Richtung. Die These muss von daher als widerlegt gelten.

Süddeutsches Institut, 2004

Nun steht es, denke ich, so: Das Sein weiß nicht, dass es ist; der Schein weiß, dass er scheint. Wir leben jetzt alle als Mitwisser des fürchterlichen Betrugs, dem wir zum Opfer gefallen sind. Unser ganzes Leben lang dekorieren wir selbst, jeder seinen eigenen Käfig, und nennen ihn Freiheit oder, wenn wir besonders primitiv sind, nennen wir ihn Automobil. Tatsächlich war die gewaltige Veränderung der Beweglichkeit der Menschen eines der hauptsächlichen Werkzeuge ihrer Entwirklichung. Sie brauchen jetzt viel weniger Zeit, um in die Hölle ihrer eigenen Fabrikation zu gleiten. Solange der Mensch in der Wahrheit lebte, konnte er nachdenken über das Unerreichbare, das Unerklärliche. Im Segen des Rätselhaften stand er auf festerem Boden als wir es tun in unserem wissenschaftlichen Zeitalter, das alle Geheimnisse frißt, um sie als Fakten auszuspeien. Diese, als Software verpackt, informieren dann Generationen, die alles wissen, ohne irgendetwas zu verstehen.

Erwin Chargaff, Armes Amerika – arme Welt, 1992

Alle Menschen bekennen sich zum Recht auf Revolution; das heißt zu dem Recht, der Regierung die Gefolgschaft zu verweigern und ihr zu widerstehen, wenn ihre Tyrannei oder ihre Untüchtigkeit zu groß und unerträglich wird. (…) Wir sagen gewöhnlich, die Masse der Menschen sei unreif; aber dieser Zustand bessert sich nur deshalb so langsam, weil die wenigen nicht wesentlich besser und klüger sind als die vielen. Es ist nicht so wichtig, dass die große Menge ebenso gut ist wie ihr, sondern dass es überhaupt irgendwo vollkommene Güte gibt; denn schon ein bisschen Hefe wird den Teig aufgehen lassen. (…) Es gibt ungerechte Gesetze: Sollen wir uns damit bescheiden, ihnen zu gehorchen, oder sollen wir es auf uns nehmen, sie zu bessern, und ihnen nur so lange gehorchen, bis wir das erreicht haben, oder sollen wir sie vielleicht sofort übertreten? (…) Wenn aber das Gesetz so beschaffen ist, dass es dich zwingt, einem anderen Unrecht anzutun, dann, sage ich, brich das Gesetz. Mach dein Leben zu einem Gegengewicht, um die Maschine aufzuhalten.

Henry David Thoreau (1817-1862)

Peak Oil bedeutet, dass wir die Halbzeit des Ölzeitalters erreichen. In der ersten Hälfte war Öl billig und ausreichend vorhanden. Nun wird es knapp. Die globale Produktion wird jährlich um 2,5 Prozent zurückgehen, die Preise werden explodieren. Der Ölpeak ist ein unglaublicher Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit. Unsere Art zu wirtschaften, unser Vertrauen auf billige Transportkosten und billige Energie wird erschüttert werden.

Colin Campbell, führender Peak Oil-Experte

Alles isolierte führt in die Irre. Nur die Ganzheit ist zuverlässig und leitet den Menschen zum Heil.

Martin Buber

Intelligenz kann nur wirksam werden, wenn sich Identifikationen auflösen.

Moreau

Warum bin ich hier? Nach vier Milliarden Jahren blinder und gedankenloser Entwicklung hat das Universum mich hervorgebracht. War ich der Mühe wert?

Mark Rowland, Der Philosoph und der Wolf

Auf dem Grabstein des Kapitalismus wird stehen: Zuviel war nicht genug!

Volker Pispers

Katastrophen kennt allein der Mensch, sofern er sie überlebt. Die Natur kennt keine Katastrophen.

Max Frisch

Ich mache nicht nur leere Versprechungen, ich halte mich auch daran.

Edmund Stoiber, CSU

Wenn Gesetze gemacht werden, um den Menschen die Freiheit zu nehmen, ist der einzige Weg, um frei zu bleiben, diese Gesetze zu brechen.

Vandana Shiva

Auf Grund der Prognosen von Wirtschaftsforschern rechne ich nicht mit einem Ölpreisschock, sondern mit leichten Preissenkungen auf 36 – 37 Dollar pro Barrel.

Wirtschaftsminister Martin Bartenstein, Presseaussendung, Oktober 2004.
Die tatsächliche Entwicklung: Im Sommer 2005 lag der Ölpreis bei 60 Dollar/Barrel. Am 25. September 2007 kostete das Barrel Öl 78,28 Dollar.

Wir müssen in den kommenden Jahren mit einem Ölpreis von 200 bis 250 Dollar pro Fass rechnen.

Matthew R. Simmons, Erdölexperte, Investmentbanker und Vorsitzender der Simmons & Company International, Berater der US-Regierung, Autor des Buches „Wenn der Wüste das Öl ausgeht” (FinanzBuch Verlag, 2007).

Unsere zentrale Überlebensaufgabe in den vor uns liegenden Dekaden, als Individuen wie auch als Spezies, muss in einem Übergang weg von den Fossilen Brennstoffen liegen – und dies muss so friedlich, gerecht und intelligent wie irgend möglich vonstatten gehen.

Richard Heinberg

Die Bewahrung des wenigen, das noch vorhanden ist, sollte uns heute fast zur fixen Idee werden.

Simone Weil

„Warum freust du dich?” fragte Diogenes einen jungen Mann. „Ich habe den Sieg bei der Olympiade errungen”, erwiderte der stolz, „ich habe alle Mitstreiter besiegt!” „Was für eine Ehre”, versetzte Diogenes, „ist es, Schwächere zu besiegen?”

 

Marterl am Straßenrand, mit denen Angehörige von tödlich verunglückten Menschen der Verstorbenen gedenken, sind Ausdruck des bayerischen Lebensgefühls. Sie werden auch in Zukunft an Bayerns Straßen stehen.

Amtsleiter Hermann Jung, Ingolstadt, 1997

Auf einer Ausfallstraße von Moskau verünglückt ein Auto. Der Fahrer klettert aus dem Wrack und wimmert:
„Mein Mercedes, mein Mercedes!”
Jemand antwortet:
„Aber, mein Herr … Was kümmert Sie Ihr Auto? Sehen Sie nicht, dass Sie einen Arm verloren haben?”
Da schluchzt der Mann, indem er auf seinen blutigen Armstumpf sieht:
„Meine Rolex! Meine Rolex!”

Eduardo Galeano, Die Füße nach oben. Zustand und Zukunft einer verkehrten Welt

Manche Leute drehen nie durch. Was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen.

Charles Bukowski

Die Parteien verkümmern immer mehr zu Selbstzweckvereinen. Allmählich müsste der Druck von unten kommen, von der Zivilbevölkerung. Offenbar müssen die Menschen wieder lernen, dass sie es sind, die die Macht haben, Veränderungen herbeizuführen.

Emil Breisach

Wir leben in einem Zeitalter der Überarbeitung und der Unterbildung, in einem Zeitalter, in dem die Menschen so fleißig sind, dass sie verdummen.

Oscar Wilde

Nicht die begrenzten Erdölreserven sind das Problem, sondern der Mangel an Politikern mit Weitblick.

Franz Häusler

Wach auf, raste aus, dann setz dich in Bewegung. (Wake up, freak out, then get a grip.)

Für die Mobilität des Menschen ist der Fußgängerverkehr unverzichtbarer Bestandteil des Lebens. Eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Schwachen in unserer Gesellschaft, der Körperbehinderten, der Fußgänger, der Alten und der Kinder ist daher Verletzung von Menschenrecht.

Univ.Prof. Dr. Kurt Ackermann

Die meisten Menschen befassen sich nur mit den Problemen der Energieversorgung, der Umweltverschmutzung usw. – das sind alles oberflächliche Dinge. Sie machen sich nicht wirklich ernsthafte Sorgen um den menschlichen Geist, den Geist, der die Welt zerstört.

Jiddu Krishnamurti

Das ganze Geld, das ich mit meinen Büchern verdiene, ist auch dazu da, es zu teilen, es weiterzugeben. Ich klebe nicht an diesem Geld. Meine Freunde sagen immer: Wir sind reich geworden. Für mich ist es ein gemeinsamer Besitz.

Arundhati Roy

Die Zerstörung der Langeweile ist eine Pest unserer Zeit.

Nikolaus Harnoncourt

Wir wissen, dass die Erde ein vernetztes System ist. Auch wenn es nie möglich sein wird, dieses System hundertprozentig zu entschlüsseln, ist ein besseres Verständnis notwendig, um bei Eingriffen möglichst nur gewünschte Wirkungen zu erzielen. Unser Verhalten erzeugt Effekte, die mannigfaltig sind, oft erst später in Erscheinung treten, nicht vorhersagbar und damit auch nicht vollständig planbar sind. Natürliche und sozioökonomische Systeme besitzen eine gewisse Widerstandskraft, um negative Effekte zu ertragen oder abzuschwächen, allerdings ist diese Kraft nicht unendlich groß. Nach dem Überschreiten von Schwellenwerten können das System oder Teile des Systems zusammenbrechen. Aus einem solchen Zusammenbruch gibt es meist kein Zurück mehr. Es gilt daher, für diese Systeme Regeln und Gesetze aufzustellen, die ein nachhaltiges Handeln gewährleisten.

Jill Jäger, Senior Researcher, Sustainable Europe Research Institute (SERI), Wien

Emissionsminderungen im Verkehrsbereich können durch Vermeidung von Verkehrsleistung und Verlagerung auf andere Systeme … erreicht werden.

Enquete-Kommission „Schutz der Erdatmosphäre” des Deutschen Bundestages 1994

Die Autobahn ermöglicht es uns, Gegenden kennenzulernen, die die Autobahn vernichtet hat.

Eduardo Galeano

Wie Schelling so wunderschön umschrieb: „Im Menschen schlägt die Natur die Augen auf und merkt, dass sie da ist.” Wir müssen diesen Gesichtspunkt um ein ethisches Gebot erweitern: Handeln wir stets so, dass sich die Natur durch uns an sich selbst erfreuen kann, wenn sie in uns die Augen aufschlägt – als Menschenwesen zu sich kommt.

Huhki

Seit ich erfahren habe, dass zwei Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden könnten, wenn hierzulande alle auf Stand-by verzichten würden, bin ich hellhörig geworden. Mir wurde klar, dass jeder von uns zählt und auch ich als kleines Rädchen etwas verändern kann.

Ursula Karven, Schauspielerin, 2007

Die Elche laufen oben am Nordkap rum und leben ganz friedlich, auf einmal kommt ein Vertreter und sagt: „Wollen Sie Gasmasken?” und die Elche sagen natürlich: „Wir brauchen keine Gasmasken.” „Gut” sagt er, „in Ordnung, ich komme wieder” – und innerhalb dieser Zeit wird am Horizont eine Fabrik gebaut und er kommt nach zwei Jahren wieder und sagt zu den Elchen: „Wollen Sie jetzt Gasmasken haben?” Und da sagen die Elche: „Ja, die Luft ist hier so schlecht geworden, geben Sie mal ein paar Gasmasken her!” Und dann sagen sie zu dem Vertreter: „Aber apropos, darf ich mal eine Frage stellen, was wird denn hinten in der Fabrik gebaut?”, da sagt der Vertreter: „Gasmaken”.
Das ist sozusagen die Entwicklungsgeschichte der technischen Zivilisation in kurze Worte gefasst.

Hans Joachim Rieseberg „Im Gespräch” mit Peter Huemer, 17. November 1988

Es ist ungleich besser, beizeiten Dämme zu bauen, als darauf zu hoffen, dass die Flut Vernunft annimmt.

Erich Kästner

Jeder der glaubt, exponentielles Wachstum könnte ewig in einer begrenzten Welt fortschreiten, ist entweder ein Irrer oder ein Ökonom.

Kenneth Boulding, Ökonom

Genügt es euch wirklich zu glauben, dass nichts von dem, was geschieht, von eurem Engagement oder eurer Empörung abhängt?

Roberto Saviano, Die Schönheit und die Hölle

2025 wird Benzin so knapp sein, dass es schlichtweg nötig ist, es zu rationieren. Deshalb wird Europa in den kommenden 25 Jahren mehr Veränderungen erleben als im gesamten vergangenen Jahrhundert zusammengenommen.

Dennis Meadows, Mitverfasser der Schrift „Die Grenzen des Wachstums”, 2007

Ist etwas auf Erden schief und krumm, dann riecht es bestimmt nach Petroleum.

Kurt Tucholsky, 1931

Ich weiß nicht genau, was das Leben ist. Ich kann es nur ahnen. Aber ich habe eine deutliche Vorstellung davon. Unsere Gesundheit ist abhängig von der Gesundheit und Lebendigkeit der Lebensmittel, die wir zu uns nehmen. Und die wiederum ist abhängig von der Gesundheit und Lebendigkeit der Pflanzen und Tiere, die wiederum abhängt von der Gesundheit und Lebendigkeit des Bodens und des Wassers. Gesundheit ist unteilbar und Leben überall. Die Richtschnur des eigenen Handelns muss sein, dieses Leben zu schützen, damit es uns Leben vermitteln kann.

Karl Ludwig Schweisfurth

Alle reden vom öffentlichen Verkehr, aber keiner traut sich.

Carl Auer

Im Laufe seine Lebens berappt der durchschnittliche Deutsche, und es dürfte in Österreich ähnlich sein, beachtliche 312.000 Euro für Anschaffung und Unterhalt seines Autos. Der Sprit, über dessen Preis geradezu religiöse Auseinandersetzungen geführt werden, kostet bloß ein Fünftel dieser Summe.

Christoph Chorherr

Ich hör nix mehr, ich sehe immer schlechter. Ich kann praktisch nur mehr Autofahren.

Leopold Kohr

Eine Blume blüht nicht, weil wir es wünschen, sondern weil der Frühling kommt.

Ai Weiwei

Die meisten beliebten Politiker leben davon, einen ganzen Schwall von Verwendungszusagen hinter sich herzuziehen.

Gerhard Hirschmann, steirischer Ex-ÖVP-Landesrat
im Herberstein-Prozess im März 2008

Handle stets so, dass die Anzahl der Wahlmöglichkeiten größer wird.

Heinz von Foerster

Beim Mobilitätsverhalten kennen wir Monokulturen ebenso wie die große Vielfalt. Die Intermodalität, also das Zusammenwirken verschiedener Verkehrsträger, bietet mehr Möglichkeiten, und ist deshalb zu Recht von vielen als Thema der Zukunft erkannt und anerkannt.

Manfred Neun, Präsident des Europäischen Radfahrerverbandes ECF

Ich kannte mal einen kleinen Jungen in England, der seinen Vater fragte: „Wissen Väter immer mehr als Söhne?”, und der Vater sagte: „Ja”. Die nächste Frage war: „Pappi, wer hat die Dampfmaschine erfunden?”, und der Vater sagte: „James Watt”. Darauf der Sohn: „ — aber warum hat sie dann nicht James Watts Vater erfunden?”

Gregory Bateson

Österreich ist ein Labyrinth, in dem sich jeder auskennt.

Helmut Qualtinger

Wer sagt, dass Spiritualität nichts mit Politik zu tun habe, weiß nicht, was Spiritualität wirklich bedeutet.

Mahatma Gandhi

Sich um die Welt kümmern, bedeutet, sich um sich selbst kümmern.

Jack Kornfield

Es ist völlig absurd, dass rund 15 Prozent aller Transporte in Europa nur dazu dienen, Abfall hin und her zu fahren.

Margot Wallström, EU-Umweltkommissarin; Kleine Zeitung, 26. 5. 2000

Die formulierten Klimaziele von 50 Prozent Reduktion bis zum Jahr 2020 und 80 Prozent bis zum Jahr 2050 sind für den Verkehrsbereich so ersichtlich mit der verkehrspolitischen Realität inkompatibel, dass für eine ernsthafte Diskussion die Bezugspunkte fehlen.

Enquete-Kommission „Nachhaltige Energieversorgung” des Deutschen Bundestages, 2002

Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.

George Bernard Shaw

Es gibt keinen Ersatz für Energie. Das gesamte Gebäude der modernen Gesellschaft baut darauf auf … Es ist nicht „irgendeine dieser Waren und Güter”, sondern Vorbedingung all dieser Güter, ein grundlegender Faktor wie Luft, Wasser und Erde.

E. F. Schumacher (1973)

Bedenkt immer, dass alles, was Hitler getan hat, legal war.

Martin Luther King